Marvinroute 2024 – Tag 4: Pedalbruch, Pannenhilfe und ein ganz besonderer Service
63 Kilometer, über 1.100 Höhenmeter und eine Panne, die den Alpencross beinahe beendet hätte. Doch ein hilfsbereiter Fahrradmechaniker in einem kleinen italienischen Ort machte die Weiterfahrt möglich – und sorgte für eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.
Teil der Reise: Marvinroute 2024 →Tourenbericht
Ein Defekt zur denkbar ungünstigsten Zeit
Nach dem langen dritten Tag in Cles ging es am 3. Juli weiter auf der Marvinroute. 63 Kilometer und 1.127 Höhenmeter standen auf dem Programm. Doch diesmal sollte nicht nur die Strecke zur Herausforderung werden.
Unterwegs passierte es: Das Pedal verabschiedete sich! Ein Defekt, der einen auf einer mehrtägigen Alpenüberquerung ziemlich schnell ins Schwitzen bringen kann. Zum Glück ging es von dort aus überwiegend bergab. So konnte ich mich zunächst weiterrollen lassen und musste die Tour nicht sofort komplett abbrechen.
Italienischer Service, wie man ihn sich wünscht
Und dann kam der Zufall zu Hilfe: In dem kleinen Ort gab es tatsächlich einen Fahrradladen! Der Mechaniker nahm sich meines Problems an und reparierte das Pedal provisorisch. Damit war die Weiterfahrt erst einmal gesichert.
Das Beste kam allerdings zum Schluss: Als ich ihm für seine Arbeit 20 Euro geben wollte, lehnte er dankend ab. Die Reparatur sei gratis!
Was für eine tolle Geste! Mitten in Italien, fernab der Heimat, hilft einem ein fremder Fahrradmechaniker unkompliziert aus der Patsche und verlangt nicht einmal Geld dafür. Das ist Service und Gastfreundschaft, wie man sie sich nur wünschen kann.
Dank dieser spontanen Hilfe konnte ich die Etappe fortsetzen und vor allem die letzte Tour am nächsten Tag noch in Angriff nehmen. Ohne diesen hilfsbereiten Mechaniker wäre der Alpencross womöglich hier zu Ende gewesen.
Fazit: Ein Pedalbruch mit Happy End
63 Kilometer, 1.127 Höhenmeter und 9 Stunden und 28 Minuten Fahrzeit – ein langer Tag, der vor allem wegen seiner Panne in Erinnerung bleibt. Aber manchmal sind es gerade die ungeplanten Zwischenfälle und die Begegnungen unterwegs, die eine Reise besonders machen.
Ein riesiges Dankeschön an den unbekannten italienischen Fahrradmechaniker! Die 20 Euro wollte er nicht – dafür hat er sich einen festen Platz in unserer Alpencross-Geschichte verdient.