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Marvinroute 2024

Die Vollendung aus 2022

  • 5Tage
  • 294Kilometer
  • 7.465Höhenmeter
  • 41 him Sattel
Die Route
12345
Höhenprofil der ganzen Reise, bis 2.214 m
0 m500 m1.000 m1.500 m2.000 m2.500 mTag 1: Zweiter Anlauf, neues Glück!, 38,9 km, 1.699 HöhenmeterT1Tag 2: Im Nebel durch die Berge, 71,3 km, 1.755 HöhenmeterT2Tag 3: Ankunft in Cles und Freibier in Italien, 80,8 km, 1.787 HöhenmeterT3Tag 4: Pedalbruch, Pannenhilfe und ein ganz besonderer Service, 63,0 km, 1.127 HöhenmeterT4Tag 5: Geschafft! Ankunft am Gardasee, 40,4 km, 1.097 HöhenmeterT5

Tag 1 von 5, Sonntag, 30. Juni 2024

Zweiter Anlauf, neues Glück!

Strecke
38,9 km
Höhenmeter
1.699
Fahrzeit
4:14 h
Höchster Punkt
1.665 m

Ein Jahr nach dem vorzeitigen Ende war klar: Die Marvinroute bekommt eine zweite Chance! Diesmal starten wir in Innsbruck – mit neuer Motivation, frischen Beinen und hoffentlich einem besseren Ende.

Die Marvinroute bekommt eine zweite Chance

Manche Abenteuer lassen einen einfach nicht los. Nachdem ich die Marvinroute 2022 nach vier Etappen krankheitsbedingt abbrechen musste, stand irgendwann fest: Das können wir so nicht stehen lassen!

Also wurde beschlossen, die Marvinroute noch einmal in Angriff zu nehmen. Diesmal sollte es von Innsbruck aus losgehen. Ein neuer Startpunkt, ein neuer Versuch und natürlich die Hoffnung, diesmal gemeinsam bis zum geplanten Ziel durchzukommen.

Am 30. Juni 2024 war es schließlich so weit. Der Auftakt hatte es gleich ordentlich in sich: Auf 39,6 Kilometern sammelten wir satte 1.601 Höhenmeter. Der höchste Punkt lag bei 1.665 Metern. Von einem gemütlichen Einrollen konnte also keine Rede sein.

Gleich am ersten Tag ordentlich geklettert

Mit 6 Stunden und 47 Minuten Fahrzeit und einem Durchschnittstempo von 5,8 km/h war schnell klar, dass hier nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund stand. Die vielen Höhenmeter verlangten einiges von den Beinen und machten den ersten Tourentag zu einer echten Herausforderung.

Doch diesmal war die Ausgangslage eine andere. Wir hatten aus dem ersten Versuch gelernt und vor allem ein klares Ziel vor Augen: Die Marvinroute sollte diesmal zu Ende gefahren werden!

Nach der langen Vorgeschichte war dieser Neustart natürlich etwas Besonderes. Die Erinnerungen an 2022 fuhren gewissermaßen mit – diesmal aber als zusätzliche Motivation und nicht als Grund zum Aufgeben.

Fazit: Auf ein Neues!

Der erste Tag der Neuauflage war geschafft. 1.601 Höhenmeter gleich zum Auftakt waren eine deutliche Ansage, aber der zweite Versuch hatte begonnen. Die Schwitzstube war wieder unterwegs – und diesmal sollte die Geschichte hoffentlich anders ausgehen.

Tag 2 von 5, Montag, 1. Juli 2024

Im Nebel durch die Berge

Strecke
71,3 km
Höhenmeter
1.755
Fahrzeit
9:33 h
Höchster Punkt
2.215 m

Fast zehn Stunden unterwegs, über 1.700 Höhenmeter und dazu schlechtes Wetter mit miserabler Sicht – heute war weniger Panorama angesagt, dafür umso mehr Durchhaltevermögen.

Heute war Durchbeißen angesagt

Nach dem gelungenen Neustart am ersten Tag ging es auf der Marvinroute in die zweite Runde. Doch diesmal meinte es das Wetter nicht besonders gut mit uns. Schlechtes Wetter und schlechte Sicht machten die Etappe zu einer echten Herausforderung.

Die beeindruckende Bergwelt, auf die man sich bei einem Alpencross eigentlich freut, versteckte sich größtenteils hinter Wolken und Nebel. Statt weiter Fernblicke zu genießen, hieß es: konzentriert bleiben, den Weg im Auge behalten und hoffen, dass sich die Sicht irgendwann wieder bessert.

Und auch die Streckenwerte hatten es in sich: 71,3 Kilometer und 1.755 Höhenmeter standen am Ende zu Buche. Der höchste Punkt lag bei 2.215 Metern – dort oben wäre eine schöne Aussicht natürlich besonders willkommen gewesen. Leider spielte das Wetter nicht mit.

Neuneinhalb Stunden auf Achse

Mit 9 Stunden und 33 Minuten Fahrzeit war es ein ausgesprochen langer Tag. Bei einem Durchschnittstempo von 7,5 km/h wurde deutlich, dass die Etappe einiges abverlangte. Die Kombination aus Höhenmetern, langen Streckenabschnitten und den widrigen Wetterbedingungen kostete Kraft und Konzentration.

Aber genau solche Tage gehören zu einem echten Alpencross dazu. Nicht jede Etappe liefert Postkartenwetter und perfekte Panoramabilder. Manchmal muss man einfach die Zähne zusammenbeißen und gemeinsam weitermachen.

Fazit: Nicht schön, aber geschafft!

Der zweite Tag der Marvinroute 2024 war kein Genuss für Schönwetterfahrer. Schlechte Sicht, lange Fahrzeit und ordentlich Höhenmeter – dafür jede Menge Durchhaltevermögen. Die Schwitzstube ließ sich davon nicht aufhalten und brachte auch diesen Tag gemeinsam hinter sich.

Tag 3 von 5, Dienstag, 2. Juli 2024

Ankunft in Cles und Freibier in Italien

Strecke
80,8 km
Höhenmeter
1.787
Fahrzeit
10:12 h
Höchster Punkt
1.564 m

Über 80 Kilometer, fast 1.800 Höhenmeter und mehr als zehn Stunden unterwegs. Am Ende wartete nicht nur das Etappenziel Cles, sondern auch ein gemütlicher Abend mit Freibier – ganz ohne große Italienischkenntnisse!

Weiter durch Südtirol ins Trentino

Nach dem wetterbedingt eher trüben zweiten Tag zeigte sich die Marvinroute nun von ihrer italienischen Seite. Von St. Leonhard in Passeier ging es weiter Richtung Süden bis nach Cles im Val di Non. Die Landschaft wechselte langsam ihren Charakter: Südtiroler Bergwelt, kleine Ortschaften und schließlich die weiten Täler des Trentino.

Mit 80,8 Kilometern und 1.787 Höhenmetern war diese Etappe wieder ein echtes Brett. Dazu kamen 10 Stunden und 12 Minuten Fahrzeit. Der höchste Punkt lag bei 1.564 Metern. Wer gehofft hatte, nach den Strapazen des Vortages etwas entspannter unterwegs zu sein, wurde also schnell eines Besseren belehrt.

Italienisch? Brauchten wir nicht unbedingt!

Die Ankunft in Cles war geschafft – und damit war der sportliche Teil des Tages erst einmal erledigt. Für den Abend fanden wir ein gemütliches Radler-Café. Das kleine Problem: Unsere Italienischkenntnisse waren mehr als überschaubar.

Aber bekanntlich braucht es für einen gelungenen Hütten- oder Caféabend nicht unbedingt einen großen Wortschatz. Mit Händen, Füßen und vermutlich dem einen oder anderen freundlichen Lächeln klappte die Verständigung erstaunlich gut. Am Ende saßen wir gemütlich zusammen und bekamen sogar Freibier!

So wurde aus einem langen und anstrengenden Tourentag ein richtig schöner italienischer Abend. Manchmal sind es eben genau diese ungeplanten Begegnungen, die einen Alpencross besonders machen.

Fazit: Kilometer gesammelt, Freundschaften gepflegt

80,8 Kilometer, 1.787 Höhenmeter und über zehn Stunden auf dem Rad – Tag 3 verlangte wieder alles ab. Doch die Belohnung wartete in Cles: ein nettes Radler-Café, Freibier und ein geselliger Abend, obwohl sprachlich nicht gerade die große Verständigungskunst geboten war.

Tag 4 von 5, Mittwoch, 3. Juli 2024

Pedalbruch, Pannenhilfe und ein ganz besonderer Service

Strecke
63,0 km
Höhenmeter
1.127
Fahrzeit
9:28 h
Höchster Punkt
1.142 m

63 Kilometer, über 1.100 Höhenmeter und eine Panne, die den Alpencross beinahe beendet hätte. Doch ein hilfsbereiter Fahrradmechaniker in einem kleinen italienischen Ort machte die Weiterfahrt möglich – und sorgte für eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.

Ein Defekt zur denkbar ungünstigsten Zeit

Nach dem langen dritten Tag in Cles ging es am 3. Juli weiter auf der Marvinroute. 63 Kilometer und 1.127 Höhenmeter standen auf dem Programm. Doch diesmal sollte nicht nur die Strecke zur Herausforderung werden.

Unterwegs passierte es: Das Pedal verabschiedete sich! Ein Defekt, der einen auf einer mehrtägigen Alpenüberquerung ziemlich schnell ins Schwitzen bringen kann. Zum Glück ging es von dort aus überwiegend bergab. So konnte ich mich zunächst weiterrollen lassen und musste die Tour nicht sofort komplett abbrechen.

Italienischer Service, wie man ihn sich wünscht

Und dann kam der Zufall zu Hilfe: In dem kleinen Ort gab es tatsächlich einen Fahrradladen! Der Mechaniker nahm sich meines Problems an und reparierte das Pedal provisorisch. Damit war die Weiterfahrt erst einmal gesichert.

Das Beste kam allerdings zum Schluss: Als ich ihm für seine Arbeit 20 Euro geben wollte, lehnte er dankend ab. Die Reparatur sei gratis!

Was für eine tolle Geste! Mitten in Italien, fernab der Heimat, hilft einem ein fremder Fahrradmechaniker unkompliziert aus der Patsche und verlangt nicht einmal Geld dafür. Das ist Service und Gastfreundschaft, wie man sie sich nur wünschen kann.

Dank dieser spontanen Hilfe konnte ich die Etappe fortsetzen und vor allem die letzte Tour am nächsten Tag noch in Angriff nehmen. Ohne diesen hilfsbereiten Mechaniker wäre der Alpencross womöglich hier zu Ende gewesen.

Fazit: Ein Pedalbruch mit Happy End

63 Kilometer, 1.127 Höhenmeter und 9 Stunden und 28 Minuten Fahrzeit – ein langer Tag, der vor allem wegen seiner Panne in Erinnerung bleibt. Aber manchmal sind es gerade die ungeplanten Zwischenfälle und die Begegnungen unterwegs, die eine Reise besonders machen.

Ein riesiges Dankeschön an den unbekannten italienischen Fahrradmechaniker! Die 20 Euro wollte er nicht – dafür hat er sich einen festen Platz in unserer Alpencross-Geschichte verdient.

Tag 5 von 5, Donnerstag, 4. Juli 2024

Geschafft! Ankunft am Gardasee

Strecke
40,4 km
Höhenmeter
1.097
Fahrzeit
8:10 h
Höchster Punkt
1.557 m

Das große Ziel ist erreicht! Nach fünf Tagen voller Höhenmeter, Wetterkapriolen, Pannen und unvergesslicher Begegnungen rollt die Schwitzstube endlich am Gardasee ein.

Die letzte Etappe – das Ziel vor Augen

Nach den Strapazen der vergangenen Tage stand am 4. Juli endlich die letzte Etappe der Marvinroute auf dem Programm. Das Ziel war klar: der Gardasee!

Die vergangenen Tage hatten einiges abverlangt. Schlechte Sicht und mieses Wetter, lange Anstiege, endlose Stunden im Sattel und zuletzt sogar ein Pedalbruch. Dass die Weiterfahrt dank eines hilfsbereiten italienischen Fahrradmechanikers überhaupt möglich war, machte diese letzte Etappe noch einmal besonders.

Mit 40,4 Kilometern und 1.097 Höhenmetern war auch der Abschlusstag kein gemütliches Ausrollen. Der höchste Punkt lag bei 1.557 Metern. Acht Stunden und zehn Minuten Fahrzeit zeigen, dass wir uns den Zieleinlauf ordentlich erarbeiten mussten.

Endlich Gardasee!

Und dann war er da: der Gardasee! Nach all den Anstrengungen endlich das Ziel unserer Alpenüberquerung vor Augen zu haben, war ein ganz besonderer Moment.

Vor allem nach dem ersten Versuch 2022, der krankheitsbedingt vorzeitig endete, hatte diese Ankunft eine besondere Bedeutung. 2024 hatten wir uns noch einmal auf den Weg gemacht – diesmal mit Start in Innsbruck und dem festen Vorsatz, die Marvinroute zu Ende zu bringen.

Und genau das ist uns gelungen!

Fazit: Aus dem zweiten Versuch wurde ein Erfolg

Fünf Etappen, unzählige Eindrücke und jede Menge Geschichten. Die Marvinroute 2024 hatte wirklich alles zu bieten: sportliche Herausforderungen, schlechtes Wetter, technische Probleme und vor allem tolle Begegnungen. Besonders der italienische Fahrradmechaniker wird uns mit seiner großzügigen Hilfe in Erinnerung bleiben.

Der Gardasee war erreicht – und damit ein Ziel, das nach dem ersten gescheiterten Versuch umso schöner war. Die Schwitzstube hat es diesmal durchgezogen!