Rosenalm – Höhenmeter satt, Bewirtung Fehlanzeige!
Manche Touren bleiben wegen ihrer wunderschönen Landschaft in Erinnerung, andere wegen der sportlichen Herausforderung. Und dann gibt es Touren, bei denen man sich vor allem an die Einkehr erinnert – allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne!
Tourenbericht
Manche Touren bleiben wegen ihrer wunderschönen Landschaft in Erinnerung, andere wegen der sportlichen Herausforderung. Und dann gibt es Touren, bei denen man sich vor allem an die Einkehr erinnert – allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne!
Bei unserer Tour „Kruezu“ ging es ordentlich zur Sache. Mit 38,8 Kilometern und satten 1.363 Höhenmetern wartete eine echte Herausforderung auf uns. Schon die Eckdaten machten deutlich, dass dies kein gemütlicher Sonntagsausflug werden würde.
Die Streckendaten passen zu den anspruchsvollen Mountainbike-Routen im Gebiet rund um das Kreuzjoch und die Kreuzwiesenalm in der Zillertal Arena. Dort führen zahlreiche Schotter- und Almwege durch die beeindruckende Tiroler Bergwelt. Die Gegend ist bekannt für ihre langen Anstiege, herrlichen Panoramablicke und hoch gelegenen Almen.
Höhenmeter ohne Ende
Der Aufstieg verlangte uns einiges ab. Höhenmeter um Höhenmeter arbeiteten wir uns nach oben, während die Beine zunehmend schwerer wurden. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade einmal 5,9 km/h war schnell klar, dass heute nicht das Tempo, sondern das Durchhaltevermögen gefragt war.
Auf 1.946 Metern erreichten wir schließlich unseren höchsten Punkt. Die Berglandschaft bot eine beeindruckende Kulisse und entschädigte zumindest für einen Teil der Anstrengung.
Doch nach so vielen Höhenmetern hatten wir uns natürlich auch eine ordentliche Stärkung verdient. Schließlich gehört eine gemütliche Hütteneinkehr für die Schwitzstube genauso dazu wie das gemeinsame Biken.
Die Hütteneinkehr – ein schlechter Witz!
Was dann folgte, war allerdings alles andere als die erhoffte Belohnung.
Voller Vorfreude erreichten wir die erste Hütte – nur um festzustellen, dass diese geschlossen war. Na gut, kann passieren. Also weiter zur nächsten Hütte. Irgendwo würde man doch wohl etwas zu essen und zu trinken bekommen!
Doch auch dort lief es nicht gerade nach unseren Vorstellungen. Statt einer herzlichen Begrüßung und einer wohlverdienten Brotzeit wollte man uns zunächst überhaupt nichts verkaufen.
Nach fast 1.400 Höhenmetern und ordentlich Hunger war das natürlich genau das, was wir gebraucht hatten!
Erst nach einigem Hin und Her bekamen wir schließlich wenigstens eine Suppe. Nicht gerade das große Almmenü, von dem wir während des Aufstiegs geträumt hatten, aber immerhin etwas Warmes im Magen.
Wir hatten schon viele Hütten erlebt, auf denen wir herzlich empfangen und hervorragend bewirtet worden waren. Diese Einkehr gehörte definitiv nicht dazu.
Eine Tour, die in Erinnerung bleibt
Nach insgesamt 6 Stunden und 32 Minuten Fahrzeit war unsere Runde schließlich geschafft. 38,8 Kilometer und 1.363 Höhenmeter – sportlich gesehen eine richtig starke Leistung.
Die Landschaft war beeindruckend, die Strecke anspruchsvoll und das gemeinsame Erlebnis wieder einmal etwas Besonderes. Nur bei der Verpflegung hätten wir uns deutlich mehr Gastfreundschaft gewünscht.
Fazit: Die Höhenmeter waren hart – die Bewirtung fast noch härter!
Erst eine geschlossene Hütte, dann eine zweite, auf der man uns zunächst nichts verkaufen wollte. Am Ende rettete wenigstens eine Suppe die Stimmung.
Aber auch solche Erlebnisse gehören zur Schwitzstube. Schließlich sind es oft genau die Geschichten, über die man später am meisten lacht.
🚵♂️ Kreuzwiesenalm– 1.363 Höhenmeter bezwungen, zwei Hütten ausprobiert und immerhin eine Suppe ergattert!